Dr. Sieder und Partner

Pädiatrie

Erkennen

Die Entwicklung eines Kindes erfolgt in aufeinander aufbauenden Schritten. Fehlt einer davon, kann sich der darauf folgende nicht richtig entwickeln. Das gilt für den Körper wie auch für seine Fünf Sinne. Deren Wahrnehmungsverarbeitung ist sehr komplex. Sie erfolgt vernetzt und läuft unbewußt ab. Sind nun bestimmte Hirnfunktionen unvollkommen aufgebaut, so sind auch die entsprechenden Wahrnehmungsabläufe unvollständig. Das bedeutet, ein Kind kann eine bestimmte Handlung, wie Laufen, Hantieren, Sprechen, gar nicht richtig ausführen, wenn hierfür die entsprechende Hirnfunktion fehlt. Diese Handlung muss erst in ein motorisches Programm im Gehirn eingebracht werden, bevor sie vollständig umgesetzt werden kann.
Da man aber komplexe Hirnleistungen nicht einsehen kann, ist es unerlässlich, Kinder in ihren natürlichen Bewegungsabläufen zu beobachten: Meiden sie z.B. das Klettern, Schaukeln oder laufen sie nicht gern barfuß im Sand, können das schon entscheidende Hinweise auf eine verzögerte Wahrnehmungsverarbeitung sein.
Nur die Kontaktpersonen eines Kindes können erkennen, ob es sich altersgerecht entwickelt und mit sich und seiner Umwelt zufrieden ist.
Je früher eine Störung in den Handlungsabläufen erkannt und behoben wird, desto reibungsloser kann die natürliche Entwicklung weitergehen. Darum arbeiten wir auch schon mit Kindern ab dem Kleinstkindsalter.

Handeln

Eine genaue Diagnostik mit Hilfe von Test- und Beobachtungsverfahren beim Arzt oder auch bei uns in der Praxis macht ein therapeutisches Handeln möglich. Dem Kind werden gezielt sensorische Informationen vermittelt, auf die es mit einer motorischer Anpassung reagiert.
Dabei ist 'Elterntraining' für uns ein maßgeblicher Therapieinhalt. Zum Aufbau geschickter motorischer Abläufe ist die Art und Qualität der Kommunikation genauso wichtig wie die sensorische Information selbst. Und da die senso-motorische Reifung nicht nur während der Therapiestunde erfolgt, muss sie von den Bezugspersonen in jeder Alltagssituation des Kindes weiter begleitet werden.

Helfen

Erst wenn ein Kind alle entwicklungsgemäßen Wahrnehmungs- und Programmsteuerungen im Gehirn gespeichert hat, kann es sich in sein Umfeld integrieren. Dann ist es ihm erst möglich, selbstständig und problemlösend zu handeln, Lernerfahrungen zu machen und eine soziale Kommunikation aufzubauen.

Hierbei kann Ergotherapie helfen:

  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Entwicklungsstörungen
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Konzentrations- und Lernschwierigkeiten
  • Sprachentwicklungsverzögerungen
  • Koordinationsstörungen
  • Feinmotorische Störungen
  • Sensomotorische Störungen
  • Anfallsleiden
  • Autismus
  • Syndrome
  • ADHS/ADS
  • Lese- Rechtschreib- Rechenschwäche
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Ergotherapiepraxis Sabine Loewig

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